3 Medaillen für Coburg

Die Coburger Kanu-Polo Spieler und Spielerinnen konnten auf den vergangenen Großereignissen im deutschen Kanusport großartige Erfolge einheimsen: Die Damen auf den Finals 2026 in Hannover und auf den Deutschen Meisterschaften, die Herren auf den Deutschen Aufstiegsmeisterschaften. 

Die Finals 2026 in Hannover

Die Kanu-Polo Spielerinnen des PSC Coburg haben bei den Finals 2026 in Hannover einen starken dritten Platz erreicht und sich damit erneut auf großer Bühne hervorragend präsentiert. Nach einem dramatischen Halbfinale gegen den späteren Finalisten vom 1. MKC Duisburg fehlte den PSClerinnen nur ein Tor zum Einzug ins Endspiel. Zur Halbzeit lagen die Coburgerinnen 0:2 hinten, jedoch kämpften sie sich nach einer dramatischen Aufholjagd mit Toren von Lea Kollmer und Nele Cramer zurück in das Semifinale. Die Coburger Mannschaft zeigte in dem Speed-Polo Event eine kämpferisch und spielerisch starke Leistung. Statt der üblichen zweimal zehn Minuten wurde die Spielzeit auf zweimal acht Minuten verkürzt und auch die Dauer der Shotclock wurde reduziert, so blieb den Teams statt 60 Sekunden für einen Angriff nur 30 Sekunden Zeit. Gegen den favorisierten Meidericher KC entwickelte sich eine hochklassige und spannende Begegnung auf Augenhöhe. Die Partie blieb bis in die Schlussphase offen. Trotz großer Moral und einer grandiosen Aufholjagd mussten sich die Coburgerinnen am Ende denkbar knapp geschlagen geben.

Die Enttäuschung über die verpasste Finalteilnahme war zunächst groß, doch das Team bewies Charakter. Im Spiel um Platz drei gegen KRM Essen zeigten die Coburgerinnen von Beginn an, dass sie das Turnier mit einer Medaille abschließen wollten. Mit einer konzentrierten Defensivleistung und effektivem Angriffsspiel erspielten sie sich die Kontrolle über die Begegnung. Mit viel Ballbesitz konnten sie das Bronzematch auf dem Maschsee zu ihren Gunsten gestalten. Nach 16 Minuten Spielzeit setzte sich der PSC verdient mit 4:2 durch und sicherte sich damit den dritten Platz bei den Finals 2026.

Bronze für Coburg ©City Press Berlin

Die Finals gelten als eines der bedeutendsten Multisport-Events Deutschlands und bieten den Athletinnen eine Bühne weit über die Grenzen ihrer Sportart hinaus. Mit dem Gewinn der Bronzemedaille unterstrichen die Coburgerinnen Nele Schmalenbach, Pia Schwarz, Nele Cramer, Marie Kreher, Lea Kollmer und Anna Götze einmal mehr ihre Stellung an der Spitze der deutschen Kanu-Polo Szene.

Zum Video Spiel um Platz 3: https://www.sportschau.de/die-finals/kanu-polo-f-spiel-um-platz-3-finale-im-re-live,video-die-finals-kanu-102.html

Aufstiegsmeisterschaften

Heißer Kampf in der dritten Herrenliga

PSC Herren v.l.n.r. Jakob Hilmer, Tim Finsterer, Malte Jungmann, Anton Hilmer, Sebastian Knöpfel, Max Dressel, Gregor Will, Carsten Faber, Tom Schwarz, Philipp Fischer

Für die Herren des PSC Coburg wurde die Aufstiegsmeisterschaft 2026 in Essen zu einem großen Erfolg. Nachdem die Vestestädter die Saison in der 3. Liga erfolgreich absolviert hatten, gelang ihnen bei den entscheidenden Aufstiegsspielen der Sprung in die 2. Bundesliga. Damit wurde eine starke Entwicklung der vergangenen Jahre eindrucksvoll gekrönt.

Der Start in das Turnier verlief allerdings denkbar knapp. Im Viertelfinale traf der PSC Coburg auf den WS Dresden und lieferte sich ein ausgeglichenes Duell auf hohem Niveau. Trotz einer engagierten Leistung mussten sich die Coburger knapp mit 2:3 geschlagen geben. Die Mannschaft ließ sich davon jedoch nicht entmutigen und kämpfte in den weiteren Spielen um jede Chance und belohnte sich mit zwei Siegen (7:6 und 4:3), somit war das Halbfinale erreicht. Im Semifinale kam das Coburger Männerteam glatt mit zwei Siegen gegen RSV Hannover II durch.

Im Endspiel der Play-Off Serie der dritten Liga standen sich die bayerischen Konkurrenten des PSC Coburg und DRCN Neuburg gegenüber. Die beiden bayerischen Vereine prägten die dritte Liga der Aufstiegsmeisterschaften entscheidend. Nach drei knappen Spielen (3:4, 6:5 und 3:2) setzte sich der DRC Neuburg an die Spitze des Teilnehmerfeldes und sicherte sich den ersten Platz vor dem PSC Coburg, der mit Rang zwei ebenfalls ein hervorragendes Turnier spielte. Damit verloren die Herren des Paddel- und Segelclubs Gold und gewannen aber stolz Silber in der Liga 3 im Kanu-Polo! Der PSC Coburg qualifiziert sich durch den zweiten Rang als direkter Aufsteiger und schafft den Sprung in die 2. Bundesliga. Damit gelang den Spielern Malte Jungmann, Tom Schwarz, Anton Hilmer, Tim Finsterer, Jakob Hilmer, Philipp Fischer, Sebastian Knöpfel, Gregor Will, Max Dressel und … ein historischer Clou. Zum zweiten Mal in der Vereinsgeschichte des PSC Coburgs gelang einer Männermannschaft der Aufstieg in die Bundesligen der Herren. Nach einer langjährigen Pause spielt in der nächsten Saison wieder ein Coburger Herrenteam in der zweiten Kanu-Polo Bundesliga. Wir freuen uns!

Deutsche Meisterschaften

Nur eine Woche nach den Aufstiegsmeisterschaften traf sich die deutsche Kanu-Polo-Elite erneut in Essen. Vom 13. bis 16. August wurden auf fünf Spielfeldern die Deutschen Meister in den Alters- und Leistungsklassen ermittelt. Die Deutsche Meisterschaft bildete den sportlichen Höhepunkt im Kanu-Polo der Saison 2026. Neben den Bundesligen der Damen und Herren wurden Titel in den Nachwuchsklassen U14, U16 und U21 (Herren) vergeben. Insgesamt gingen zahlreiche Teams aus dem gesamten Bundesgebiet an den Start und sorgten für vier Tage hochklassigen Kanu-Polo-Sport.

U16 in der oberen Runde der besten Acht

Der Nachwuchs des PSC Coburg spielte sich bei der Deutschen Meisterschaft 2026 in der Altersklasse U16 unter die Top-Ten Teams Deutschlands und stellte sein Können gegen starke Konkurrenz eindrucksvoll unter Beweis. In der Vorrunde trafen die Vestestädter auf renommierte Gegner wie KCNW Berlin, VMW Berlin und die Gastgeber aus Essen. Nach schwierigen Auftaktpartien gegen die Berliner Spitzenteams zeigte die Mannschaft eine starke Reaktion und sicherte sich mit einem dramatischen 6:5-Erfolg gegen KGW Essen sowie einem überzeugenden 8:5 gegen den Braunschweiger KC zwei wichtige Siege. Damit erreichte Coburg den vierten Platz in seiner Vorrundengruppe und qualifizierte sich zugleich für die K.O.-Runde.

Im Viertelfinale wartete mit TuS Warfleth ein weiterer hochklassiger Gegner. Trotz großem Einsatz musste sich der PSC Coburg mit 1:5 geschlagen geben und verpasste den Einzug in die Medaillenrunde. Im Platzierungsspiel der DM 2026 standen sich der PSC Coburg und der WSF Liblar gegenüber. Mit einem knappen 2:1 Sieg setzten sich die oberfränkischen Spieler.innen am Ende der DM ein letztes Mal durch und holten sich den verdienten siebten Platz in der Jugendklasse.

Damen auf Erfolgskurs

Die Damen des PSC Coburg krönten ihre starke Saison bei der Deutschen Meisterschaft 2026 mit dem Gewinn der Silbermedaille. Damit untermauerten die Oberfränkinnen den Silbergewinn vom Deutschland Cup 2026 und bestätigten eindrucksvoll ihre Stellung unter den stärksten Frauenmannschaften Deutschlands.

Auf dem Weg ins Finale überzeugte das Team durch eine geschlossene Mannschaftsleistung, hohe taktische Disziplin und eine stabile Defensive. Besonders in den entscheidenden Begegnungen bewiesen die Coburgerinnen Nervenstärke und setzten sich auch in engen Spielsituationen erfolgreich durch. Nachdem sie in der ersten Play-Off Partie gegen KCNW Berlin 4:1 im Rückstand lagen, konnten sie das Spiel noch zum 5:4 Sieg drehen. Auch die zweite Partie gegen Berlin verlief auf Augenhöhe, ging aber knapp verloren (1:2). In der dritten Viertelfinalpartie stand es zur Halbzeit 2:2 Unentschieden. Jedoch traf KCNW in der 18. Minute den Führungstreffer, den Ausgleich schaffte der PSC erst 30 Sekunden vor Abpfiff der regulären Spielzeit. In der dritten Verlängerung erlöste die ehemalige Nationalspielerin Leonie Wagner ihr Team mit dem Treffer zum Golden Goal. Damit standen die Spielerinnen des PSC Coburg im Halbfinale den Spitzenreiterinnen der diesjährigen Ligatabelle vom WSF Liblar gegenüber. Und die Spannung ließ nicht nach: Während die Coburgerinnen das erste Play-Off Match erneut durch eine Golden Goal gewannen, holten sich die Frauen aus Liblar den Sieg im zweiten Match. So sorgte der PSC erneut für ein spannendes Abendprogramm an der DM auf dem Baldeneysee. Mit einem sicheren 5:2 Sieg qualifizierten sich die bayerischen Spielerinnen den Einzug in die Endspiele.

Siegtor gegen WSF Liblar ©Nils Lasse Nowak
oben v.l.n.r. Leonie, Franka, Nele C., Lea unten v.l.n.r. Marie, Pia, Nele S., Anna ©Nils Lasse Nowak

Aus der Liga waren sie als fünftplatziertes Team gestartet und hatten sich diesen Finaleinzug hart erkämpft. Nach dem ersten Spiel gegen den 1. MKC Duisburg mussten sie eine 1:3 Niederlage verkraften und holten sich aber den Sieg im zweiten Spiel mit 1:0. Das dritte Spiel wurde direkt im Anschluss ausgetragen und aus Coburger Sicht gingen den Spielerinnen nach dem anstrengenden durch den Turnierbaum die Kräfte aus. Leider konnten sie das dritte und entscheidende Spiel am Sonntag nicht gewinnen. Mit erhobenem Haupt und voller Stolz wurde jedoch Silber gewonnen. Ein wahnsinnig toll erarbeiteter Sieg für die Frauen des Paddel- und Segelclubs.

Heim WM in Duisburg

Damit ist die Kanu-Polo Saison jedoch noch nicht gelaufen. Im September startet die Heim-WM im Kanu-Polo in Duisburg. Mit dabei Spielerinnen und Helfer.innen aus dem Coburger Lager, nicht zu vergessen natürlich auch die Fans unserer kleinen, aber feinen Sportart. Vom 14. bis 20. September werden die Welttitelkämpfe auf der Regattastrecke in Wedau, Duisburg ausgetragen. Von den Coburger Bundesligistinnen haben es gleich vier Spielerinnen in die deutschen Nationalkader geschafft. Die beiden Neles, Cramer und Schmalenbach gehen für den Damen A-Kader an den Start. Franka Engels und Anna Götze vertreten Deutschland im Nachwuchsbereich und spielen für die U21 Damen. Währenddessen steht die Coburgerin Leonie Wagner betreuend an der Seitenlinie, sie ist als Cheftrainerin Kanu-Polo im Deutschen Kanuverband zuständig für alle vier deutschen Teams und maßgeblich an den realistischen Erfolgschancen beteiligt.