Erfolgreicher Start in die Damen Bundesliga

Die Motivation und der Trainingsfleiß der Damenmannschaft des PSC Coburg während der erschwerten Trainingsbedingungen in den letzten 16 Monaten wurde belohnt. Mit einem starken Auftritt am ersten Spieltag der Damenbundesliga setzten sich die Spielerinnen an die Tabellenspitze.

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Ursprünglich sollte die Kanu-Polo Liga bereits im Mai in die neue Saison starten, jedoch war die Durchführung aufgrund der Pandemie zu diesem Zeitpunkt nicht möglich. Schwierigkeiten bereiten auch die unterschiedlichen Regelungen und Maßnahmen der Bundesländer, was die Suche nach Austragungsorten erschwerte. Denn die Bundesligaspieltage im Kanu-Polo werden an einem Wochenende ausgetragen, das heißt die bis zu sieben Spiele, je nach Liga, werden auf zwei Tage aufgeteilt und die Vereine sind auf Übernachtungs- und Verpflegungsmöglichkeiten angewiesen. Die erste Herrenliga konnte bereits vor einigen Wochen den Ligabetrieb wieder aufnehmen und so war das Hygienekonzept bis zum Damenspieltag bereits erprobt und auf seine Sicherheit getestet.

Am 3./4. Juli trafen sich die Bundesligamannschaften der Damen bei den KSV Havelbrüdern in Berlin zum lange erwarteten Saisonauftakt. Für die meisten Teams war der Spieltag in Berlin auch der erste Wettkampf der Saison, da keine Turniere zur Vorbereitung angefahren werden konnten. Mit Spannung wurden demnach die ersten Spiele erwartet und die Gegner abgewogen. So starteten auch die Damen des Paddel- und Segelclub Coburgs ohne Vorbereitungswettkampf in das erste Spiel gegen den Aufsteiger (von 2019) RSV Hannover. Der Neuzugang zum Coburger Team, die ehemalige Nationalspielerin Anne Reimers konnte gleich im ersten Ansprint ihre Schnelligkeit unter Beweis stellen und holte den Ball für ihr Team. Ihre Teamkolleginnen starteten direkt in ein schnelles Angriffsspiel und wurden im zweiten Torabschluss mit einem Treffer von Leonie Wagner belohnt, die von der linken Seite tief in die gegnerische Abwehr durchsurfte und den Ball treffsicher verwandelte. Durch den Ausgleich in der vierten Minute blieb das Team unbeeindruckt und erhöhte zur Halbzeit auf 3:1 und holte sich den ersten Sieg in der neuen Saison mit einem 5:3. Im zweiten Spiel traf die fränkische Mannschaft auf das junge Team des Meidericher Kanuclub Duisburgs. Trotz gut herausgespielter Torchancen blieb der Führungstreffer aus. Stattdessen forderten die Duisburgerinnen die Coburger Abwehr, sowie die Coburger Ersatztorhüterin Annika Knöpfel, die für die fehlende Jule Schwarz einsprang. Nach einem Rückstand von 0:2 stellte der Coburger Trainer Klaus Schmalenbach taktisch um und drehte das Spiel durch eine offensive Abwehr und Pressdeckung zu einem 4:2. Die Spielerinnen des PSC Coburg beeindruckten durch ihre flexibles und anpassungsfähiges Spiel auf hohem Niveau und konnten dies auch im dritten und letzten Samstagsspiel gegen die Gastgeberinnen des KSVH Berlin umsetzen (6:3).

Am Sonntag trafen die sechs Coburger Spielerinnen auf den amtierenden Deutschen Meister ACC Hamburg. Zur Halbzeitpause lag der PSC bereits 1:0 in Führung. In den zweiten zehn Minuten steigerten die bayerischen Sportlerinnen ihre Leistung sowie ihre Torjägerqualitäten und holten sich einen tollen 7:1 Sieg. Im Topspiel an dem sonnigen Spieltag gegen den KCNW Berlin lieferten sich beide Mannschaften einen harten Kampf um den Sieg, der rechnerisch mit der Tabellenführung einher ging. Während zur Halbzeit noch die Berlinerinnen die Nase vorne hatte (2:3) entschieden die Coburgerinnen das Duell mit 4:3 für zu ihren Gunsten. Zum krönenden Abschluss gewann der PSC auch die letzte Partie mit 4:2 gegen KRM Essen. Die Liste der besten Torjägerinnen wird momentan erfolgreich von der jungen Coburger Abiturientin Nele Schmalenbach (17) mit 10 Toren angeführt. 

Die hervorragende und kompakte Mannschaftsleistung des Bundesligateams wurde belohnt. Sie traten ungeschlagen aus Berlin die Heimreise an. Nach dem ersten Spieltag haben sie die Tabellenspitze der Liga inne und können hoffen diese am zweiten Spieltag am 31.7/1.8. in Brandenburg zu verteidigen.

ps